∞ Hier bei plautze ∞
Sonntag, 12. September 2021
[13:34]

Der Congé collectiv ist vorbei, die Zugvögel aus dem Süen sind wieder da. Bei einigermaßen gutem Wetter dringt eine unaufgeregte Mischung von Gesprächsfetzen, Musik und ab und zu das Geblubber einer dicken Harley nach oben. Gemütlicher Sonntagnachmittag mit kiffender Nachbarin - der Gestank ihres Bombers (ich konnte den Geruch nie ausstehen) dringt unglücklicherweise auch nach oben, aber was soll's.

Der Portugiese (der ja einklich nen Escargot ist) hat die Handwerker im Haus. Oder, besser gesagt, auf dem Dach. Von der Seite ist also auch kein Trost zu erwarten, man kann nicht mal hinten raus nett auf Terrasse sitzen, Bücher lesen, Wein trinken und seine Ruhe haben.
Dafür habe ich letzte Woche 20 Tacken gewonnen.
20 Mäuse.
20 Steine.
4 Heiermänner.
Und zwar mit einem schnöden Rubbel-Los ("Kratzfummel"), mal eben so im Vorbeigehen.
Das erste Mal in meinem Leben daß ich wirklich mehr gekriegt hab als ein Gratis-Billet.
Ganz großes Kino.
Das Leben ist sehr abenteuerlich zur Zeit.
...

[14:31]
Der Rücken macht mir mittlerweile wirklich Probleme, und ich sehe natürlich nicht mehr so gut wie zu meinen besten Zeiten.
Das ist nicht schön am Älterwerden.

Aber dem Nachbarn vom Parkplatz gegenüber hat's die Frau weggeholt. Corona, heißt es - ab in's Krankenhaus und zwei Tage später war sie tot. Die schönste Hütte im Zentrum, Geld und Grundbesitz bis zum Abwinken. Nur daß der gute alte R. sich da nicht mehr dran freuen kann. Manchmal gehen wir zusammen ein Täßchen Brause schlürfen und dabei hält er mich auf dem Laufenden mit seinen Kindern. Die Tochter wollte ihn entmündigen lassen und ins Altersheim stecken (und hätte es fast geschafft), Sohnemann hat versucht das kleine Häuschen unter dem Schloß (mit Garten und Garage, sehr ruhig und wirklich klasse) heimlich hinter seinem Rücken zu verhökern. Und die Kids sind beide auch nicht grade arm dran wenn Sie wissen was ich meine.

Das Schöne am Älterwerden ist aber auch: mir rechnet keiner mehr vor wieviel Spaß ich ohne eigene Kinder verpasst habe.
Und daß es mir schon noch Leid tun würde, ich bräuchte nur abzuwarten.
Jaja.

Bis dahin nehme ich meine schlechten Augen und beschäftige mich mit meinen *wirklichen* Kindern. Bücher sind altmodische Datenträger auf Zellulose-Basis (ich weiß gar nicht mehr wo ich mir den Spruch eingetreten habe), aber auch ziemlich cool.
Die stecken mich nämlich nicht ins Heim und liegen mir nicht auf der Tasche.
...

~

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geld & die abhängigkeiten: überbewertet. | menschen, die geld haben, reden nicht darüber & die anderen haben keine vorstellung davon. #abstrakt

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abgesehen davon daß wir uns hier auf einem recht hohen niveau unterhalten: ja. vleicht. | ob ich sie trotzdem mag: ja. | ob es irnzwie verändert: drissegal solange sie musik machen.
ansonsten: geht's ihnen gut? stephen king hat mal behauptet die zeit sei eine alte kahlköpfige betrügerin.

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musikmachen: selbstverständlich. iss wie atmen: kann man nicht abschalten.

time is a bitch? yes!

ja, hier alles ok. jan/feb war mies [nichts zu tun]: mein zeitkorsett war weg: KEINE uhrzeiten, irgendwas zu tun (oder: warum) – kalender leer. no duities, no jobs: just a void.

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Hermann Adler - Gesänge aus der Stadt des Todes: Wilna, Warschau, Krakau, Bergen-Belsen / 1941-1942 *****

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